Gemeindebücherei Forst

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25 Jahre Gemeindebücherei Forst

Spitzfindige Wortspielereien und viel kurpfälzischer Dialekt mit Arnim Töpel
Ein viertel Jahrhundert - 25 Jahre Gemeindebücherei Forst ist eine Erfolgsstory, die es besonders wert ist gefeiert zu werden. Getreu dem Jubiläumsmotto "begegnungsreich - vielseitig - besuchenswert" hat das Büchereiteam ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm für das Jubiläumsjahr zusammen gestellt. Ein wahres Geburtstags-Highlight war der Jubiläumsabend mit Arnim Töpel, der neue Songs am Piano, Bewährtes in anderem Gewand und Ausflüge in die Literatur präsentierte - eigens zusammengestellt für diesen Jubiläumsabend. Arnim Töpel zu beschreiben ist äußerst schwierig, Arnim Töpel muss man selbst live erlebt haben, um festzustellen, wie facettenreich, wie wortgewandt er sich durch die deutsche Sprache schlängelt und ständig den Bogen zwischen der Sprache nach der Schrift und dem kurpfälzischen Dialekt spannt. Aufgewachsen in Walldorf, mit Berliner Wurzeln, war es für ihn stets ein Spagat zwischen dem Hochdeutsch, das zu Hause gesprochen wurde und dem Kurpfälzer Dialekt im Alltag. Doch gerade daraus entwickelten sich die alltäglichen Geschehnisse, Missverständnisse und Anekdoten über die er an diesem Abend unterhaltsam zu berichten wusste. Im Laufe der Zeit entpuppt sich der gelernte Jurist und ehemalige Fernsehmoderator und Radio-talker als feinsinniger Kabarettist und wahrer Jongleur der Sprachwelten, dessen innere Stimme, "der Günder", mit Wortspielereien und Spitzfindigkeiten die einfachen Dinge des täglichen Lebens auf den Punkt bringt. Es ist schon beeindruckend, wie ein einzelner Künstler das Publikum einen ganzen Abend zu fesseln vermag, zahlreiche Charaktere verkörpert und mit der entsprechenden Gestik und Mimik und verschiedenen Stimmlagen dem Ganzen den nachhaltigen Eindruck vermittelt.

Zunächst oblag es aber Bürgermeister Reinhold Gsell die Gäste zu begrüßen und einen gelungenen, kurzen Abriss über die Erfolgstory "Gemeindebücherei Forst" zu geben. Nach dem der Gemeinderat 1988 den Beschluss fasste im ehemaligen Raiffeisengebäude in der Langestraße eine Bücherei einzurichten, konnte diese im Juni 1991 ihren Betrieb aufnehmen. 5,3 Millionen Euro wurden in den 25 Jahren in die Bücherei investiert. "Bibliotheken rechnen sich nicht - aber sie zahlen sich aus", so der Bürgermeister. Deshalb sollten auch über jeder Bibliothek die Worte "Achtung Ansteckungsgefahr" prangen, denn viele Kinder entdecken in der Bücherei die Welt des Lesens und "infizieren" sich mit dem Virus "Bücher". Also eine Ansteckungsgefahr nur im positiven Sinne! Verstärkt wird dieser Virus darüber hinaus durch das überaus aktive Engagement der ehrenamtlichen Vorleserinnen, von denen derzeit 15 in der Bücherei aktiv sind und die an diesem Abend auch ein kleines Dankeschön von Bürgermeister Gsell und Büchereileiterin Edina Bärwald überreicht bekamen.

Auch Peter Heissenberger von der Staatlichen Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen in Karlsruhe war voll des Lobes und kam ins Schwärmen, was die Gemeindebücherei Forst betrifft. "Die Gemeindebücherei Forst ist hervorragend aufgestellt und eine Musterbibliothek, ein Aushängeschild für Gemeinden dieser Größenordnung". Auch wenn es in anderen Gemeinden darum geht eine Bücherei ins Leben zu rufen, kommt er gerne mit den Delegationen nach Forst, um die Bücherei vorzustellen und Anschauungsunterricht zur Umsetzung zu geben. Diese Entwicklung, dieser Erfolg ist aber nur möglich durch das überdurchschnittliche Engagement des Büchereipersonals in Forst.

Sichtlich gerührt von solchen Lobeshymnen zeigte sich auch Büchereileiterin Edina Bärwald beeindruckt, stellte aber in den Vordergrund, dass dies alles nur durch perfekte, harmonische Teamwork und dem Engagement aller im Büchereiteam möglich ist. Aber auch das Zusammenspiel mit Bürgermeister, Gemeindeverwaltung, Bauhof und den benachbarten Vereinen im "Haus im Hirtengarten" ist der fruchtbare Nährboden für diese positive Entwicklung.

Arnim Töpel

Mit Arnim Töpel war an diesem Abend dann die perfekte Besetzung gefunden, da es ihm problemlos gelang mit seinen literarischen und musikalischen Beiträgen dieses positive Flair der 25-jährigen Entwicklung der Bücherei rüber zu bringen und das Publikum anzustecken und mitzureisen. Das Ergebnis war ein begeistertes Publikum und die Gewissheit, dass sich die Erfolgsstory "Gemeindebücherei Forst" sicherlich noch über Jahre, ja Jahrzehnte hinweg fortsetzen wird.
Michael Veith
Hauptamt

 

25 Jahre Gemeindebücherei Forst

Unsere Jubiläumgstasse und -tasche gibt es in der Bücherei zu kaufen (Tasche 1€, Tasse 2,50€). Der Erlös geht in die Leseförderung.

Jubiläumstasse

 

25 Jahre Gemeindbücherei Forst

Live-Krimi mit Musik und Gaumenfreuden bei der Firma Mohr

Eine musikalisch-kulinarische Kriminalgeschichte in drei Gängen, so läßt sich die Gemeinschaftsproduktion "Live-Krimi mit Musik und Gaumenfreuden" der Gemeindebücherei Forst, der Firma Mohr Verpackungen-Paletten und Tutu Toulouse am Besten überschreiben. Die Gemeindebücherei Forst kann in diesem Jahr auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken und diesem Anlass geschuldet wollten Büchereileiterin Edina Bärwald und ihr Team ihrem treuen Publikum etwas Außergewöhnliches und Einzigartiges präsentieren. Mit Monika und Hansjörg Mohr von der Firma Mohr Holzverarbeitung wurden "Verbündete" gefunden, die dieser Idee nicht nur positiv gegenüberstanden, sondern diese auch aktiv und tatkräftig förderten: Ein spannender Krimiabend inmitten einer Produktions- und Werkshalle, umrahmt mit einem Drei-Gänge-Menü. Mit "Tutu Toulouse", einem Heidelberger Ensemble, wurde das passende Krimi-Quartett gefunden, das mit dem Krimi "Damals im Albion" dem Abend die spannende Note verlieh.

Eine Kriminalgeschichte zum Miträtseln, voll mysteriöser, skuriller und verschrobener Typen, die Vorleser M. P. Toulouse (Matthias Paul) facettenreich und pointiert zum Leben erweckte.
Atmosphärisch war die Kriminalgeschichte dicht eingebettet in Songs, von Oli TwoLoose (Oliver Kuka) und Doro T. T. (Dorothee Grubert) passend arrangiert und interpretiert und von der Sängerin Tina Toulouse (Tina Birke), die mit ihrem Gesang stimmlich alle Register zog.
Mit einer Prise "good old England", dem passenden englischen Schmuddelwetter und Pub-Atmosphäre und einem ordentlichen Schuss Humor gewürzt, kredenzte Tutu Toulouse einen Krimi-Abend für Feinschmecker. Inmitten und auf einer Bühne von Holzpalletten in der "Mohrschen" Werkshalle III, die eigens für dieses Event freigeräumt und entsprechend ausgestattet wurde.

Für die kulinarischen Freuden sorgte an diesem Abend der Party-Service "La Fete" mit Thomas Wiedemann und seinem Team. Den Rundum-Service komplettierte der Musikverein Forst mit der Bewirtung, sodass es den rund 150 Krimifans an nichts fehlte und die, nachdem der Mordfall an Harold Winston aufgeklärt war, zufrieden den Nachhauseweg antreten konnten.

Michael Veith
Hauptamt

Die Gemeindebücherei sagt Danke:

Herzlichen Dank an dieser Stelle auch noch einmal allen fleißigen Helfern, die den Abend mitgestaltet haben, insbesondere an :

Volker Müller und Michael Gehringer für die atmosphärische Ausleuchtung der Fertigungshalle

Herzlichen Dank für die fein abgestimmte Deko, für engagiertes und beherztes Mitwirken, Mitgestalten und Mitfinanzieren!

Tutu ToulouseTutu Toulouse

 

Die Gemeindebücherei feiert Geburtstag

begegnungsreich - vielseitig - besuchenswert
so erleben Sie die Gemeindebücherei - und das seit nun bereits 25 Jahren!

Bücherei Logo 25 Jahre

Für uns ist dies ein Grund zum Feiern!
Wir haben daher in diesem Jahr ganz besondere Veranstaltungen für Sie geplant. Schmökern Sie sich durch unser Halbjahresprogramm und entdecken Sie dabei "Ihre" Veranstaltung - und dann nicht vergessen, sich rechtzeitig Ihre Karten zu reservieren...

Holen Sie sich Ihr Halbjahresprogramm in der Gemeindebücherei oder im Bürgerbüro.
Wir freuen uns auf Sie!
Ihr Bücherei-Team

 

Zontaspende

Spende an die Gemeindebücherei
Zonta Club Bruchsal unterstützt Leseförderung
Frauenpower war bei der Spendenübergabe in der Gemeindebücherei Forst angesagt. Die Präsidentin des Zonta Clubs Bruchsal, Hedwig Prinz und die Vizepräsidentin Luitgard Lutz unterstützen mit einer Spende aus dem Benefiz-Filmabend (gezeigt wurde im März 2016 der Film "Suffragette") in Höhe von 1.000 Euro die Bemühungen der Forster Bücherei zur Leseförderung der Kinder. Der Zonta Club Bruchsal hat damit bereits zum fünften Mal an die Bücherei gespendet, unter anderem konnte die erste Lesefreizeit im Jahre 2007 erst durch die Spende der Zontians durchgeführt werden.
Die Gemeindebücherei Forst als kulturelle Bildungseinrichtung bietet alljährlich den WaldSpaghettiBuchstabenSpaß (WSBS) an, um die Freude am Lesen der 8- bis 12-Jährigen zu fördern. Das Konzept der Freizeit: weg von den üblichen Leseräumen, vier Tage nur im Freien bei Wind und Wetter. Ein Buch wird in ein Theaterstück umgesetzt, das bedeutet, Rollen lernen, Kulissen bauen, Kostüme kreieren und nicht zuletzt zusammen ein Buch lesen.
Mit einem Teil des Geldes wird die Lesefreizeit auch in diesem Jahr unterstützt, so dass die Teilnahmegebühr für die Kinder in einem finanziell vertretbaren Rahmen gehalten werden kann. Mit dem zweiten Teil der Spende soll nach der Vorstellung der Büchereileiterin Edina Bärwald ein "Leseclub" für Kinder ab ca. 12 Jahren eingerichtet werden. Hier soll die Möglichkeit bestehen, dass sich die Kinder über Bücher austauschen, sich gegenseitig Lesetipps geben, über ein Buch diskutieren. Junge Frauen, gedacht ist an PH-Studentinnen und angehende Erzieherinnen, sollen den "Leseclub" leiten, so dass dieser Teil der Spende nicht nur der Leseförderung zugute kommt, sondern auch der Förderung junger Frauen in Ausbildung. Und genau dies ist es, was Zonta ausmacht: die Stellung der Frau im rechtlichen, politischen, wirtschaftlichen und beruflichen Bereich zu verbessern. Bindend ist dabei der Grundsatz, dass Zonta überparteilich, überkonfessionell und weltanschaulich neutral ist.
Die Zuwendung des Zonta Club Bruchsal, kam daher genau zum richtigen Zeitpunkt. Frau Hedwig Prinz, Präsidentin von Zonta Bruchsal, ist es sehr wichtig, dass Kinder gefördert werden und sie sieht in der Forster Initiative eine Möglichkeit, die Kinder an eine kreative Freizeitgestaltung heranzuführen.
Eine öffentliche Bücherei, die solche Projekte anbietet ist enorm wichtig und wirkungsvoll, so die Präsidentin und Vizepräsidentin bei der Spendenübergabe in der Gemeindebücherei.
Bürgermeister Reinhold Gsell, der einzige Mann in der Runde, zeigte sich erfreut über die Großzügigkeit des Zonta Club Bruchsal und sicherte zu, dass die Spende zu 100 % für den beabsichtigten Zweck eingesetzt wird.
Ganz hervorragend fanden die anwesenden Zontians die Idee der Gemeindebücherei zum Leseangebot in den Pfingstferien und dem "Forster Leseclub". Nichts ist heute wichtiger als Kinder und Jugendliche an Bücher heranzuführen, die Freude am Lesen zu wecken, Begabungen zu entwickeln und zu fördern, waren sich die Frauen einig.
(Text: Rita Lampert)

 

Der besondere Buchtipp
Oberschmidt, Norbert: Das Rad : eine bewegte Geschichte
Heidelberg: verl. regionalkultur, 2015
Das Rad ist eine der bedeutendsten Erfindungen der Menschheitsgeschichte. Aber wo liegen die Ursprünge des Rades? Wann wurde erstmals ein Rad benutzt? Wer hat es erfunden? Dieses Buch beschreibt die Geschichte des Rades von den Anfängen und seine Entwicklung bis heute und legt seinen Schwerpunkt auf die Darstellung der wichtigsten technischen Entwicklungsschritte in der Automobilindustrie. (Wap Ober)

Oberschmidt "Das Rad"

Zum Autor
Der Forster Norbert Oberschmidt, Jahrgang 1938, ist seit seiner Gymnasialzeit mit dem Motorenvirus infiziert, entwirft nach dem Studium der Mathematik und Physik 1969 das erste RONAL-Rad. Seit dieser Zeit begleitet Oberschmidt prägend die aufstrebende Aluminiumradszene, anfangs mit dem Entwicklungsschwerpunkt Zubehör, um danach in der Erstausstattung aktiv zu werden. Seine präzise und nachhaltige Entwicklungsarbeit machen Oberschmidt und sein Entwicklungsteam bis zu seinem Eintritt in das Rentenalter zu einem geschätzten und gefragten Partner der Automobilindustrie in Fragen der Räderentwicklung.

Das Buch ist gerade für Technikinteressierte ein enormer Quell an Informationen, die fundiert zusammengetragen und aufbereitet worden sind. Vieles wird wohl erstmalig in dieser Form präsentiert und spannend erzählt, so sind etwa Details zum legendären Bugatti-Rad vermutlich erstmalig in Buchform dokumentiert, um nur ein Beispiel zu nennen. Der Verfasser des Buches Norbert Oberschmidt war bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand als Mitglied der Geschäftsleitung beim Räderhersteller Ronal langjährig verantwortlich für den Bereich Technik und Entwicklung. Schon zu seiner aktiven beruflichen Karriere galt Oberschmidt als der Mann, der wohl das umfassendste Archiv zum Thema Rad zusammengetragen hatte. Jetzt hat er einen tiefen Einblick in seinen "Räderschatz" gewährt.
detlef.vogt@reifenpresse.de

 

Videoworkshops in der Gemeindebücherei
In den Herbstferien fanden zwei ganz besondere Veranstaltungen in der Gemeindebücherei statt!
Zum einen war dies ein Videoworkshop mit Regisseur Klaus Adam zum anderen eine Trickfilmwerkstatt mit Franziska Rehm.
An beiden Terminen wurden ganz tolle Filme geplant, kreiert, gedreht, geschnitten, ...
Das Ergebnis des Trickfilmworkshops finden Sie hier.
Den Film zum Videoworkshop finden Sie hier.

 

Rezeptur für großartige Unterhaltung
Erinnerungen an längst vergessene Zeiten in der Forster Gemeinde-Bibliothek

Forst (klu). Die Rezeptur für großartige Unterhaltung und grandiose Lacherfolge ist denkbar einfach. Man lädt begeisterungsfähige Menschen ein, erzählt alltägliche Geschichten und weckt dabei Erinnerungen an längst vergessene Zeiten. Dem Heimat- und Kulturverein Forst ist dies in Kooperation mit der Gemeinde-Bibliothek bestens gelungen. Zur idealen Veranstaltungsstätte wurde dabei der Saal des Jägerhauses, der von den Mitarbeitern des Weltladens herbstlich dekoriert wurde. Roland Leibersberger, erster Vorsitzender des gastgebenden Vereins, konnte über hundert erwartungsfrohe Besucher begrüßen und bedauerte zugleich, dass zahlreiche Kartenwünsche nicht erfüllt werden konnten. Gemäß dem Motto "Mundart mit Vesper" wurde in der Pause jedem Besucher ein schön garnierter Wurst- oder Käseteller gereicht. Die Protagonisten der erfolgreichen Kulturveranstaltung waren jedoch die drei Wortakrobaten auf der Bühne. Brigitte Köck aus Bruchsal, Preisträgerin vor zwei Jahren bei "De gnitze Griffel", begeisterte mit ihren feinsinnig-klugen, aber auch spitzfindig-verwegenen Alltagsgeschichten. Sie schaute in die Sprachseele ihrer Heimat, persiflierte vor allem die Männer und geißelte auch gesellschaftlichen Unsinn. Herzhaft war ihre Charakterisierung männlicher Gestalten vom "Lappäduddel" über den "Hannäbombel" zum "Lalli" bis hin zum "Loam-Asch" als die höchste Steigerung eines beschriebenen Tunichtguts. Brigitte Köck gab nicht nur Grund zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken. Ihre preisgekrönte Geschichte vom Schaffknecht" erzählte dabei ein ganzes Leben. Verständlich, dass sie ohne Zugabe nicht das Podium verlassen durfte. Zur personifizierten Ortsgeschichte wird in Forst der 80-jährige Franz Hoffmann. Im Dialog mit Gerhard Eiseler erzählte er Stammtisch-Geschichten und Hintergründiges. Dabei entblättert er ungeniert auch Forster Urgesteine und gibt Einblicke in die heute unvorstellbaren früheren Lebenswelten.
Dabei wurden bei fast allen Besuchern Erinnerungen wach und die mitunter versteckten Tränen in den Augenwinkeln waren vielleicht nicht immer nur dem Lachen geschuldet.

Mundart mit Vesper 2015

"FORSTER GESCHICHTEN" erzählten sich im Dialog Gerhard Eiseler (links) und Franz Hoffmann. Foto: klu

 

Forster Gemeindebücherei ist beliebt
Das 100. Forster Lesefrühstück wurde mit Bürgermeister Reinhold Gsell als Überraschungsgast gefeiert

Forst (hc) Das Lesefrühstück in der Gemeindebücherei hat eine lange Tradition: seit 2006 wird die Veranstaltung regelmäßig angeboten. Im Schnitt organisiert Edina Bärwald mit ihrem Team jährlich rund zehn Veranstaltungen dieser Art. Meist sind zwischen 12 und 18 Gäste aus Forst und Umgebung Teil der geselligen Runde. Das letzte Lesefrühstück war für alle Teilnehmer eine riesen Überraschung. Die Besucher waren über die Deko und das aufwendigere Frühstück verwundert. Punkt 10.00 Uhr traf Bürgermeister Reinhold Gsell mit dem kompletten Büchereipersonal und einer wunderschönen "Geburtstagstorte" ein und löste das Geheimnis. Zum 100. Mal wurde das Lesefrühstück durchgeführt. Besonders erfreulich war, dass zum Geburtstag auch viele Teilnehmerinnen der "ersten Stunden" anwesend waren.
Was das Lesefrühstück auszeichnet, ist die Offenheit in alle Richtungen. Es werden unterschiedlichste Bücher vorgestellt, meist Romane und Sachbücher, sowie gelegentlich ein Kinderbuch. Es wird diskutiert, gelacht, vorgelesen und angehört. Neue Teilnehmer werden offen aufgenommen. "Und wer sich wohlfühlt kommt meist wieder, nur sehr wenige sind kein zweites Mal erschienen", informierte Edina Bärwald, die Leiterin der Gemeindebücherei.
Alle Teilnehmer des regelmäßigen Lesefrühstücks sind sich sicher, dass diese Veranstaltung ein wichtiger Baustein in der Forster Kulturlandschaft ist.
Weitere Interessenten sind willkommen. Nähere Informationen: Gemeindebücherei Forst: 07251/780-281 bzw. email: baerwald@forst-baden.de.

Die Forster Gemeindebücherei besteht seit 1991. Zwischenzeitlich zählen über 1.200 Menschen von Jung bis Alt aus Forst und der ganzen Region zum festen Kundenstamm. Viele besuchen die Gemeindebücherei mit der ganzen Familie. 2015 konnte die beliebte Einrichtung knapp 100.000 Ausleihen tätigen (Bücher, Zeitschriften, Hörspiele, DVDs usw.). Seit zwei Jahren werden auch digitale Medien über die Onleihe angeboten, im Verbund mit 15 weiteren Bibliotheken. Derzeit sind über 8.000 eMedien im Bestand.

100. Lesefrühstück

100. Lesefrühstück

 

WSBS - WaldSpaghettiBuchstabenSpaß 2015

In den Pfingstferien wurde die Forster Grillhütte von Odysseus uns seinen Gefährten belagert. Man hörte den zauberhaften Gesang der Sirenen, begegnete einem wahrhaft furchteinflößenden Zyklopen und dem mächtigen Meeresungeheuer Skylla.

24 Kinder wagten sich gemeinsam mit Odysseus auf eine abenteuerliche Reise und erlebten abwechslungsreiche Tage bei der Forster Lesefreizeit "WSBS - WaldSpaghettiBuchstabenSpass", die bereits zum 9. Mal von der Gemeindebücherei Forst organisiert wurde. Gemeinsam setzten sie unter Leitung von Theaterpädagogin Renata Messing das Buch "Die Irrfahrten des Odysseus", geschrieben von Manfred Mai, in ein spannendes Theaterstück um. Es wurden Kulissen gebaut, Theatertexte eingeübt, gebastelt, gespielt und natürlich eifrig gelesen. Nach vier Tagen war das Stück aufführungsreif und konnte einem begeisterten Publikum präsentiert werden. Dies war sichtlich beeindruckt von der Leistung der Kinder, in nur 4 Tage solch ein anspruchsvolles Bühnenwerk auf die Beine gestellt zu haben! Lang anhaltender Applaus krönte den WaldSpaghettiBuchstabenSpass 2015!

Gedankt sei an dieser Stelle:

Metzgerei Bohn IIIIIIII Forster Marktstand Genc

harti Frottiermoden IIIIIIII Spargelhof Böser

WSBS 2015

 

Theater-Kooperation Seniorenheim - Gemeindebücherei war ein voller Erfolg

Rund 100 Besucher von Jung bis Alt

Forst (hc) Es war eine Premiere und auf Anhieb ein voller Erfolg: Die Gemeindebücherei hat erstmals in Kooperation mit dem Seniorenheim eine Theaterveranstaltung im Seniorenheim im Kirchengarten veranstaltet. Das spannende Theaterstück "Vom Fuchs, der den Verstand verlor", dargeboten vom Chauss-Theater aus Schweighofen, war kurzweilig, mitreißend und einfühlsam. Rund 100 Kinder, Eltern und Bewohner des Seniorenheimes sind gekommen, um an der Veranstaltung mit warmherzigem Humor, Puppen und Musik teilzunehmen.
Das Theaterstück handelte von einem schlauen Fuchs, der äußert erfolgreich von jeder Jagd heimkehrte. Zahlreiche Abenteuer wusste er davon zu erzählen. Die jungen Füchse lauschten wissbegierig seinen Geschichten und ließen sich so manchen Trick von ihm zeigen. Aber auch das gewiefteste Tier wird einmal älter; Fuchs' Fell wurde grau, seine Barthaare weiß und ein paar Narben zeugten von seinem abenteuerlichen Leben. Und langsam wurde er auch immer vergesslicher, bis er noch nicht einmal mehr wusste, dass er ein Fuchs war. Als er mit Mühe und Not ein letztes Mal dem Jäger und seinen gefährlichen Hunden entkam, fanden ihn die jungen Füchse und pflegten ihn fürsorglich. Den Verstand konnten sie ihm zwar nicht wieder geben, aber in ihrer Gesellschaft fühlte er sich geliebt und geborgen bis an sein Lebensende.
Für das gefühlvolle, generationsübergreifende Theaterstück gab es von Jung und Alt einen lang anhaltenden Applaus.
Bildtext: Rund 100 Besucher ab dem vierten Lebensjahr bis ins hohe Alter waren gekommen, um dem generationenübergreifenden Theaterstück "Vom Fuchs, der den Verstand verlor" im Forster Seniorenheim beizuwohnen.

Vom Fuchs, der den Verstand verlor

Vom Fuchs, der den Verstand verlor

 

Schwalbensprache am 27. März 2015

Schwalbensprache

Foto: Klaus Leibold

Gulwä Nolwä!
Mit dieser netten Begrüßung (übersetzt: Guten Abend) wurden alle Gäste bei den heimatkundlichen Gesprächen im Forster Jägerhaus empfangen. Eingeladen dazu hatte der Heimat- und Kulturverein gemeinsam mit der Gemeindebücherei.
Dieses "Gulwä Nolwä" war jedoch nicht nur ein herzlicher Willkommensgruß sondern auch Einstieg in die Geheimsprache der Jahre 1935 bis 1955, die damals von so manchem Forster gesprochen wurde. So war es nicht verwunderlich, dass etliche Besucher zu strahlen begannen, in Erinnerung an ihre Kinder- und Jugendzeit...
Nachdem es gar nicht so einfach war, "Ur-Forster" für die Veranstaltung zu finden, die der Schwalbensprache noch mächtig sind, haben sich glücklicherweise sechs Frohsinn-Sänger bereiterklärt und sich seit Mitte Februar auf diesen Abend vorbereitet. Bernhard Hintermayer, Bruno Rückert, Edelbert Wiedemann, Franz Hoffmann, Robert Riffel und Waldemar Böser trafen sich wöchentlich mit Gerhard Eiseler und Edina Bärwald in der Gemeindebücherei, haben geplant, geredet und viel dabei gelacht. Alte Geschichten lebten wieder auf, man sah förmlich die kleinen Buben auf der "Franke-Wies" große Drachen steigen lassen und mit ihren Bällen aus Stoff ("von de Mudda ihre alde Strümpf") Fußballspielen, die Hosenbeine dabei zum Schutz mit alten Schleifen von ausgesonderten Friedhofskränzen umwickelt; man sah sie Kirschen stibitzen und Frösche sammeln - immer in "Habacht" vor dem Feldschütz -; man hörte das "Leder" des Schulrektors auf Hosenboden krachen und den jungen Bernhard dabei murmeln "dalwä dulwä galwä nelwä welwä!" (Das tut gar nicht weh!)
Diese Geschichten und noch viel mehr wurden vor gut 50 Zuhörern bei den heimatkundlichen Gesprächen präsentiert. In kleinen Szenen gaben die Frohsinnler Gespräche in Schwalbensprache zum Besten, gleich gefolgt von der Übersetzung. So konnten die Besucher nicht nur den melodischen Klang der Geheimsprache genießen sondern sich auch an den wunderbaren Geschichten erfreuen. Bruno Rückert und Bernhard Hintermayer gaben Einblicke in die damalige Zeit, erklärten, wie die Schwalbensprache aufgebaut ist und luden das Publikum ein, Begriffe zu "raten". Ergänzt wurde dies von Prof. Dr. Konrad Dussel, der in einem kurzen Exkurs die Lage der Welt in der damaligen Zeit beleuchtete. Natürlich wird auch gesungen, wenn Frohsinnler sich zusammentun: mit Waldemar Böser an der Gitarre und den kräftigen Männerstimmen von der Bühne, ließen sich die Besucher gerne darauf ein, gemeinsam die "Forschter Nationalhymne" sowie den "Forschter Wind" im Hubertussaal erklingen zu lassen.
Gerhard Eiseler führte mit Freude und Begeisterung durch den Abend und lud Gäste und Beteiligte im Anschluss dazu ein, den Abend in gemütlicher Runde bei Wasser, Wein und gutem Most von Franz Hoffmann ausklingen zu lassen.

 

Mundart entspannt...

dies ließen zumindest die zufrieden lächelnden Gesichter vermuten, die man vergangenen Freitag in der Jägerscheuer beobachten konnte.

Heimat- und Kulturverein sowie Gemeindebücherei haben zum 8. Mal zu "Mundart mit Vesper" eingeladen, eine Veranstaltungsreihe mit regionalem Bezug: nicht nur das Vesper kommt direkt aus Forster Betrieben, auch die Mundart ist stark heimisch geprägt. Badisch Talking, alias Peter Weickgenannt, der Forster Roland Leibold sowie Franz Singer, nahm die Zuschauer mit auf eine unterhaltsame wie auch besinnliche, entspannte Reise in die Vergangenheit. Alltagsgeschichten "wie's früher war" wurden erzählt - persönlich, authentisch und natürlich in vertrauter "Sprooch"! Angenehme Gitarrenklänge, mal Folk, mal Blues, begleiteten die Texte, krochen wohlig ins Ohr der Veranstaltungsbesucher und entwickelten sich, unterstützt von rhythmischem Löffelklappern, leisen Tönen vom Cajon oder hellem Glockenschlag zu musikalischen Leckerbissen.
Franz Hoffmann bereicherte den Abend mit Forster Anekdoten, sympathisch vorgetragen, stets mit einem spitzbübischen Zwinkern im Auge.
Ein äußerst gelungenen Abend mit netten Gästen in gemütlicher Runde - da wundert es nicht, dass die Karten so schnell ausverkauft waren...

Mundart 2014

Mundart 2014

 

Rundumerneuerung der Website

Regelmäßigen Besuchern unserer Website ist sicher aufgefallen, dass sich hier einiges verändert hat. Neben den bekannten und bewährten Inhalten finden Sie nun regelmäßig aktualisierte Neuigkeiten aus der Gemeindebücherei, eine Sammlung von Fotogalerien vergangener Veranstaltungen und die Buchtipps, die auch im Mitteilungsblatt veröffentlicht werden. Schauen Sie in nächster Zeit doch gerne öfter vorbei!

Selbstverständlich sind wir immer für Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge dankbar. Geben Sie diese bitte über das Gästebuch oder (bei technischen Problemen) per E-Mail an uns weiter.

 

Onleihe Plakat Familie

Onleihe MORE - Ein neuer virtueller Bibliotheksservice

Rechtzeitig zu Beginn der Ferienzeit erwartet die Leser der Gemeindebücherei Forst ein neues innovatives Angebot: Mit der Onleihebibliothek bietet die Gemeindebücherei die digitale Ausleihe von Büchern, Hörbüchern, Zeitschriften und Zeitungen jederzeit und an jedem Ort.

Am Dienstag, 9. Juli, um 15 Uhr ist es soweit: Die gemeinsame virtuelle Zweigstelle "eBooks & more" von 11 Bibliotheken am Mittleren OberRhein wird in der Stadtbibliothek Ettlingen, Obere Zwingergasse 12, von Regierungspräsidentin Nicolette Kressl und Vertretern der teilnehmenden Kommunen und Bibliotheken offiziell "eröffnet". Verbundpartner sind bisher Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Forst, Gaggenau, Graben-Neudorf, Iffezheim, Karlsdorf-Neuthard, Östringen, Rastatt und Waghäusel, weitere Bibliotheken der Region können sich dem Verbund noch anschließen.

Über das gemeinsame Internetportal www.onleihe.de/more oder die Homepage der beteiligten Bibliotheken können Bibliothekskunden aus einem breitgefächerten, aktuellen Angebot von anfangs ca. 2000 digitalen Medien wählen. Das Spektrum der angebotenen eBooks reicht von Belletristik über Ratgeber-Literatur und Reiseführern bis hin zu Lernhilfen. Gleichzeitig stehen Zeitungen und Zeitschriften als ePapers und Hörbücher als eAudios zur Verfügung. Das Angebot wird kontinuierlich ausgebaut werden.

Die gewünschten Medien können aus dem Internet direkt für eine bestimmte Frist auf den eigenen PC oder andere Geräte wie Tablets, eBook-Reader, Smartphones und MP3-Player heruntergeladen werden. Die Nutzung des Download-Portals setzt einen gültigen Bibliotheksausweis voraus, zusätzliche Kosten fallen nicht an. Da die Rückgabe automatisch erfolgt - die Dateien lassen sich nach Ablauf der Leihfrist nicht mehr öffnen - entstehen keine Mahngebühren. Auch die Vorbestellung ausgeliehener Medien ist kostenlos.

Ein großer Vorteil des digitalen Angebots ist, dass es unabhängig von den Öffnungszeiten 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche zur Verfügung steht. Da auf digitalen Geräten die Schrift bedarfsgerecht vergrößert werden kann, erleichtern digitale Medien auch das Lesen für ältere Menschen. Die digitale Ausleihe ist eine Ergänzung und Erweiterung des bisherigen Bibliotheksangebots, sie trägt der Nachfrage vieler Nutzer Rechnung.