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Mundart mit Vesper 2015 - Rezeptur für großartige Unterhaltung

Mundart mit Vesper 2015 - Gerhard Eiseler und Franz Hoffmann

Erinnerungen an längst vergessene Zeiten in der Forster Gemeinde-Bibliothek

von Klaus Leibold

Die Rezeptur für großartige Unterhaltung und grandiose Lacherfolge ist denkbar einfach. Man lädt begeisterungsfähige Menschen ein, erzählt alltägliche Geschichten und weckt dabei Erinnerungen an längst vergessene Zeiten. Dem Heimat- und Kulturverein Forst ist dies in Kooperation mit der Gemeinde-Bibliothek bestens gelungen.

Zur idealen Veranstaltungsstätte wurde dabei der Saal des Jägerhauses, der von den Mitarbeitern des Weltladens herbstlich dekoriert wurde. Roland Leibersberger, erster Vorsitzender des gastgebenden Vereins, konnte über hundert erwartungsfrohe Besucher begrüßen und bedauerte zugleich, dass zahlreiche Kartenwünsche nicht erfüllt werden konnten. Gemäß dem Motto "Mundart mit Vesper" wurde in der Pause jedem Besucher ein schön garnierter Wurst- oder Käseteller gereicht.

Die Protagonisten der erfolgreichen Kulturveranstaltung waren jedoch die drei Wortakrobaten auf der Bühne. Brigitte Köck aus Bruchsal, Preisträgerin vor zwei Jahren bei "De gnitze Griffel", begeisterte mit ihren feinsinnig-klugen, aber auch spitzfindig-verwegenen Alltagsgeschichten. Sie schaute in die Sprachseele ihrer Heimat, persiflierte vor allem die Männer und geißelte auch gesellschaftlichen Unsinn. Herzhaft war ihre Charakterisierung männlicher Gestalten vom "Lappäduddel" über den "Hannäbombel" zum "Lalli" bis hin zum "Loam-Asch" als die höchste Steigerung eines beschriebenen Tunichtguts. Brigitte Köck gab nicht nur Grund zum Lachen, sondern auch zum Nachdenken. Ihre preisgekrönte Geschichte vom Schaffknecht" erzählte dabei ein ganzes Leben. Verständlich, dass sie ohne Zugabe nicht das Podium verlassen durfte.

Zur personifizierten Ortsgeschichte wird in Forst der 80-jährige Franz Hoffmann. Im Dialog mit Gerhard Eiseler erzählte er Stammtisch-Geschichten und Hintergründiges. Dabei entblättert er ungeniert auch Forster Urgesteine und gibt Einblicke in die heute unvorstellbaren früheren Lebenswelten.

Dabei wurden bei fast allen Besuchern Erinnerungen wach und die mitunter versteckten Tränen in den Augenwinkeln waren vielleicht nicht immer nur dem Lachen geschuldet.

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