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Schwalbensprache

Gulwä Nolwä!

Mit dieser netten Begrüßung (übersetzt: Guten Abend) wurden alle Gäste bei den heimatkundlichen Gesprächen im Forster Jägerhaus empfangen. Eingeladen dazu hatte der Heimat- und Kulturverein gemeinsam mit der Gemeindebücherei.

Dieses "Gulwä Nolwä" war jedoch nicht nur ein herzlicher Willkommensgruß sondern auch Einstieg in die Geheimsprache der Jahre 1935 bis 1955, die damals von so manchem Forster gesprochen wurde. So war es nicht verwunderlich, dass etliche Besucher zu strahlen begannen, in Erinnerung an ihre Kinder- und Jugendzeit...

Schwalbensprache

Nachdem es gar nicht so einfach war, "Ur-Forster" für die Veranstaltung zu finden, die der Schwalbensprache noch mächtig sind, haben sich glücklicherweise sechs Frohsinn-Sänger bereiterklärt und sich seit Mitte Februar auf diesen Abend vorbereitet.

Bernhard Hintermayer, Bruno Rückert, Edelbert Wiedemann, Franz Hoffmann, Robert Riffel und Waldemar Böser trafen sich wöchentlich mit Gerhard Eiseler und Edina Bärwald in der Gemeindebücherei, haben geplant, geredet und viel dabei gelacht. Alte Geschichten lebten wieder auf, man sah förmlich die kleinen Buben auf der "Franke-Wies" große Drachen steigen lassen und mit ihren Bällen aus Stoff ("von de Mudda ihre alde Strümpf") Fußballspielen, die Hosenbeine dabei zum Schutz mit alten Schleifen von ausgesonderten Friedhofskränzen umwickelt; man sah sie Kirschen stibitzen und Frösche sammeln - immer in "Habacht" vor dem Feldschütz -; man hörte das "Leder" des Schulrektors auf Hosenboden krachen und den jungen Bernhard dabei murmeln "dalwä dulwä galwä nelwä welwä!" (Das tut gar nicht weh!)

Diese Geschichten und noch viel mehr wurden vor gut 50 Zuhörern bei den heimatkundlichen Gesprächen präsentiert. In kleinen Szenen gaben die Frohsinnler Gespräche in Schwalbensprache zum Besten, gleich gefolgt von der Übersetzung. So konnten die Besucher nicht nur den melodischen Klang der Geheimsprache genießen sondern sich auch an den wunderbaren Geschichten erfreuen.

Bruno Rückert und Bernhard Hintermayer gaben Einblicke in die damalige Zeit, erklärten, wie die Schwalbensprache aufgebaut ist und luden das Publikum ein, Begriffe zu "raten". Ergänzt wurde dies von Prof. Dr. Konrad Dussel, der in einem kurzen Exkurs die Lage der Welt in der damaligen Zeit beleuchtete. Natürlich wird auch gesungen, wenn Frohsinnler sich zusammentun: mit Waldemar Böser an der Gitarre und den kräftigen Männerstimmen von der Bühne, ließen sich die Besucher gerne darauf ein, gemeinsam die "Forschter Nationalhymne" sowie den "Forschter Wind" im Hubertussaal erklingen zu lassen.

Gerhard Eiseler führte mit Freude und Begeisterung durch den Abend und lud Gäste und Beteiligte im Anschluss dazu ein, den Abend in gemütlicher Runde bei Wasser, Wein und gutem Most von Franz Hoffmann ausklingen zu lassen.

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